Welche Hardware für NAS?

    • Welche Hardware für NAS?

      Hallo erstmal!

      das ist mein erster Post hier im Forum, also bitte nicht hauen! ^^

      Ich möchte einen eigenen NAS zusammenbauen.
      Eine kleine "Spezial-Anforderung" ist, dass ist auf diesem auch ein wenig Virtualisierung betreiben möchte (dachte an eine VM mit Windows und eine weitere mit Debian).
      Das ganze soll auch bestenfalls nicht zu teuer werden (noch ca. weitere 300€).

      Bereits vorhanden:
      - 2x 4TB WD Red (neu, soll im RAID 1 laufen)
      - Cougar A400 400W Netzteil

      Was ich mir bereits im Internet zusammengesucht hatte:
      - SanDisk Plus 120GB SSD (fürs System)
      - Fractal Design Core 500 Gehäuse
      - Biostar A68N-5745 Mainboard+CPU
      - G.Skill Aegis DIMM Kit 8GB RAM

      Meinungen zur Hardware und/oder Verbesserungsvorschläge nehme ich sehr gerne an!
      Danke und LG Dennis14e ;)
    • Vielen Dank für den Vorschlag @tkaiser!

      Dazu folgende Fragen:
      - Warum sind RealTek NICs meist nicht so toll (kenne mich dahingehend nicht aus, deswegen die Frage)?
      - Reicht die vorhandene CPU zum Virtualisieren (und natürlich OMV)?
      - Welchen RAM könnte/sollte ich nehmen, um den vorhandenen von 4GB auf z.B. 8GB aufzurüsten?
      - Wie gehe ich vor bzgl. System-SSD? Sieht nicht so aus, als könnte ich bei dem Server "einfach so" eine 2.5" SSD nutzen.
      Danke und LG Dennis14e ;)
    • Zum letzten Punkt: cornis-techblog.de/hp-microserver-gen8-vom-25-slot-booten/
      Zu Punkt 2 und 3: hardwareluxx.de/community/f101…l-microserver-752079.html (Achtung, lang)

      Intel wird lieber genommen als Realtek, auch ist die Linuxunterstützung etwas besser


      HTH
      --
      Get a Rose Tattoo...

      HP t5740 with Expansion and USB3, Inateck Case w/ 3TB WD-Green
      OMV 2.2.14 Stone burner i386|3.2.0-4-686-pae
    • Dennis14e wrote:

      - 2x 4TB WD Red (neu, soll im RAID 1 laufen)
      Ich glaube die meisten hier würden kein RAID 1 einrichten, sondern die Daten von der ersten Festplatte auf die zweite Festplatte mit rsnapshot-plugin kopieren. Dadurch hat man die Möglichkeit, auch frühere Versionen wieder herszustellen.
      Außerdem Schlagwort: RAID ist nicht Backup. Wenn man eine Datei aus versehen löscht, ist sie auf beiden Platten weg und das RAID hilft einem nicht. RAID 1 ist wirklich nur, um Verfügbarkeit zu erhöhen und etwas Sicherheit vor Datenverlust durch einen Festplattendefekt zu haben.
      BananaPi - armbian - OMV3.x | Asrock Q1900DC-ITX - 16GB - 2x Seagate ST3000VN000 - 1x Intenso SSD 120GB - OMV3.x 64bit
    • Dennis14e wrote:

      Warum sind RealTek NICs meist nicht so toll (kenne mich dahingehend nicht aus, deswegen die Frage)?
      Ich hab (leider) noch keine Erfahrungen mit RTL8211H (nur den älteren Varianten) und die sind halt oft lahmer, kommen mit höherer CPU-Last und problematischeren Treibern. Broadcom/Intel/Marvell sind eher Serverzeugs und von solchen Problemen verschont (kann aber sein, dass RTL8211G/H inzwischen auch taugen).

      Wegen RAM: Erstmal gucken, was mit 4GB geht und bisserl informieren, wie RAM auf einem Unix/Linux-System genutzt wird (Tipp: alles, was da ist, wird im Zweifelsfall für Caching genutzt, "Free Memory" ist die falsche Kennzahl, das war nur mit Betriebsystemen ohne ordentliche Speicherverwaltung notwendig -- so die Windows 3.1 oder 'klassisches' MacOS Ära letztes Jahrhundert). Wenn ich Speicher kaufen müsste, würde ich erstmal bei Micron/Crucial gucken und wenn's da nix gibt, Kingston Server RAM nehmen.

      Und bzgl. Performance: OMV wenn kombiniert mit Netzwerkkarten, die 'Offloading' beherrschen (bspw. HP Microserver), ist ziemlich unkritisch. Da taugt eigentlich jede CPU.
      'OMV problems' with XU4 and Cloudshell 2? Nope, read this first. 'OMV problems' with Cloudshell 1? Nope, just Ohm's law or queue size.
    • macom wrote:

      Ich glaube die meisten hier würden kein RAID 1 einrichten
      Vor allem nicht so, wie's einem OMV am Einfachsten erlaubt. Das ist beinahe schon fahrlässig: Home NAS build, FS info

      Und mdraid/RAID-1 ist seit paar Jahren eh immer Quatsch weil blog.a2o.si/2014/09/07/linux-s…aid-10-instead-of-raid-1/

      Wenn ich Verfügbarkeit brauchen würde (tu ich daheim nicht, dafür hab ich die wichtigen Dienste in ein Rechenzentrum geschubst), würde ich auch Dateningerität und -sicherheit gratis mit dazunehmen, also niemals mdraid/RAID-1/10 sondern minimum btrfs raid-1 oder ZFS zmirror mit regelmäßigen Snapshots, die auf ein weiteres Gerät geschoben werden (btrfs|zfs send/receive).
      'OMV problems' with XU4 and Cloudshell 2? Nope, read this first. 'OMV problems' with Cloudshell 1? Nope, just Ohm's law or queue size.
    • Danke für die ganzen Antworten und Anregungen! Ich werde auf die einzelnen Antworten nacheinander eingehen.

      @Dropkick Murphy
      Wenn ich das richtige sehe, gibt es in deinem zweiten Link auch 2,5" auf 3,5" Adapter - könnte ich auch diese nehmen, um das "Problem" mit der SSD zu lösen?
      Klingt zumindest einfacher.

      @macom
      Daran hatte ich gar nicht gedacht, keine schlechte Idee!
      Natürlich ersetzt das RAID kein Backup, dass hatte ich auch nicht vor. Die wichtigsten Daten sollen in die Cloud geladen werden.

      @tkaiser
      Wie Linux mit dem RAM umgeht, weiß ich. Ich administriere seit ein paar Jahren mehrere Debian-Server.
      Was ich nicht weiß ist, wie viel RAM OMV durchschnittlich braucht. Auch muss ich schauen, womit ich überhaupt virtualisieren möchte. So eine Windows VM könnte gut und gerne 2 GB RAM benötigen.

      Also dass RAM und CPU für einen normalen NAS dicke reichen weiß ich, aber ich möchte ja ein wenig virtualisieren. Reicht es dann immer noch?
      Danke und LG Dennis14e ;)
    • Dennis14e wrote:

      2,5" auf 3,5" Adapter - könnte ich auch diese nehmen, um das "Problem" mit der SSD zu lösen?
      Kann man. Man kann auch eine PCIe/NVMe-SSD in den Server bauen. Ist noch teurer, identisch nutzlos und ergo noch ineffizienter. ;)

      OMV läuft prima von 'ner SD-Karte oder einem USB-Stick. All meine FreeNAS/Solaris/OMV-NAS-Installationen, dito nahezu alle ESXi/vCenter-Installationen laufen genau so, der einzige Lerneffekt war der, auf schlanke USB-Sticks zu achten und keinen Noname-Kram zu kaufen (wir nehmen nur SanDisk oder Samsung in der Zwischenzeit). Alle ernsthaften Server-Mainboards haben interne USB-Ports, die aber manchmal recht wenig Platz bieten bedingt durch Zeugs, das drumherum verbaut ist. Daher auf schmale/kurze USB-Sticks achten.

      Dennis14e wrote:

      Was ich nicht weiß ist, wie viel RAM OMV durchschnittlich braucht. Auch muss ich schauen, womit ich überhaupt virtualisieren möchte. So eine Windows VM könnte gut und gerne 2 GB RAM benötigen.
      Wenn Du nicht mit ZFS und aktiver Deduplikation anfängst ist OMV sehr genügsam. Ich hab das hier auf eher untermotorisierten ARM-Kisten mit nur 512MB RAM laufen. Genau kein Unterschied zu 4GB RAM oder mehr so lange nicht der Storage-Durchsatz lahmer als Netzwerk ist (nur dann bringt viel RAM viel für NAS, weil dann die Schreibraten durchs Netzwerk höher sind als mit wenig RAM so lange die Menge der Daten noch in den Speicher paßt, um später erst lahmer auf Disk weggeschrieben zu werden).

      Zu Windows kann bzw. will ich nix sagen, die paar Windows-VMs, die ich hier beruflich auf dem MacBook herumvirtualisiere, kommen alle mit 1 oder 2 GB aus aber ich teste da auch nur Software sporadisch oder analysiere Netzwerk-Kram. Da deine WD RED ja 3.5" sind, werden die selbst auf den inneren Spuren noch +90MB/s leisten, daher 'brauchst' Du für NAS nicht mal 1 GB, hast also den ganzen Rest für Virtualisierung oder eben Caches/Buffer.

      Ich würd's einfach mal ausprobieren und wenn Du in Engpässe läufst bei crucial.de vorbeischauen.

      'Viel RAM hilft viel' sehe ich inzwischen sehr differenziert nach einigen Wirtschaftlichkeits-Tests. Es gibt Softwares, die alloziieren Speicher wie blöd, wenn man sie aber in eine VM einsperrt, die nur einen Bruchteil zugeteilt hat, laufen sie genau gleich schnell aber halt in Hinsicht auf RAM-Bedarf auf einmal sehr viel effizienter.

      Wir haben bei einem Kunden sogar das absurde Phänomen, dass eine kommerzielle Linux-Software (Asset Management) Dank eines Bugs Memory leakt. Der Daemon fängt das Sterben an, sobald er ca. 3,5 - 3.6 GB alloziiert hat und mußte ergo alle 5-7 Tage neugestartet werden. Simple Lösung: In eine VM mit 3 GB RAM einsperren, dann schnallt die Software mit dem Speicher hauszuhalten und läuft seitdem durch (in der VM um die 2,8 GB RAM beanspruchend).

      'So viel RAM wie möglich' machen wir nur noch auf dicken ZFS-Filern (weil da mehr RAM == größerer ARC Cache) und Virtualisierungs-Hosts (weil mehr RAM == mehr virtuelle Maschinen). Aber fürn simples NAS? Da sind wenn dann wirklich nur all die anderen Sachen, die man mit draufpacken will, RAM-relevant.
      'OMV problems' with XU4 and Cloudshell 2? Nope, read this first. 'OMV problems' with Cloudshell 1? Nope, just Ohm's law or queue size.
    • Ich hatte hier geschaut, aber zunächst ganze Zeit das Menü im BIOS nicht gefunden, um von "RAID" auf "AHCI" umzustellen.
      Nach der Umstellung wurde endlich von der SSD gebootet.

      OMV ist auch bereits installiert (zunächst manuell Debian Jessie, danach OMV) und bin nun ein wenig am konfigurieren.
      An sich wollte ich jetzt über OMV die Dateisysteme der beiden WD Festplatten einrichten, allerdings bin ich mir da noch unsicher, welches Dateisystem ich denn nehmen sollte (überlege momentan zwischen ext4 und btrfs).
      Danke und LG Dennis14e ;)
    • Ich habe mich letztlich für ext4 entschieden, unter anderem weil ich es selbst kenne und es sehr stabil ist.

      Ansonsten muss ich noch schauen, wie ich am besten OMV an sich einrichte (Samba, bestenfalls WebDAV, .. etc.).
      Zwar habe ich Erfahrung mit Debian bzw. insgesamt Servern, aber was NAS-Systeme angeht bin ich bis jetzt nur Synology-Geräte gewöhnt (die natürlich entsprechend einfach zu konfigurieren sind).
      Danke und LG Dennis14e ;)
    • Dennis14e wrote:

      Ich habe mich letztlich für ext4 entschieden, unter anderem weil ich es selbst kenne und es sehr stabil ist.
      Danke für die Rückmeldung. Ich benutze auch ext4.

      Dennis14e wrote:

      Ansonsten muss ich noch schauen, wie ich am besten OMV an sich einrichte (Samba, bestenfalls WebDAV, .. etc.).
      Zwar habe ich Erfahrung mit Debian bzw. insgesamt Servern, aber was NAS-Systeme angeht bin ich bis jetzt nur Synology-Geräte gewöhnt (die natürlich entsprechend einfach zu konfigurieren sind).
      Ich denke OMV ist auch recht einfach zu konfigurieren. Und sonst gibt es ja noch dieses Forum und im deutschen Sprachraum noch technikaffe.de/forum
      BananaPi - armbian - OMV3.x | Asrock Q1900DC-ITX - 16GB - 2x Seagate ST3000VN000 - 1x Intenso SSD 120GB - OMV3.x 64bit